Tansania / Sansibar
 
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23.04.2012 10:57 Alter: 7 yrs
Kategorie: Afrika/Projekte

EM Nachrichten (9)

Was ist geschehen zwischen Anfang November 2011 und Anfang März 2012


 

Mein viermonatiger Aufenthalt von Anfang November bis Anfang März war konzentriert auf den Bau des Mädcheninternates in den Usambarabergen. Das kleine Dorf Masange in der Nähe des Klosters Kifungilo hat mit gro0em Einsatz von Sr. Machelis, Lehrern, Schülern und den Dorfbewohnern nun 2 Räume für ca.50 Mädchen im Rohbau fertig. Die Ziegel wurden selbst gepresst. Die neue umweltschonende Technologie fand bei der Bevölkerung große Begeisterung.

Charles ein junger Lehrer übernahm die bauliche Verantwortung. Chris aus Grünau und Alice aus Vorchdorf halfen den ganzen Jänner tatkräftig mit. Alice knüpfte viele Kontakte mit den Mädchen und Chris half bei den Verhandlungen und am Bau. Na klar waren die Abende im Kloster entsprechend kurzweilig.

In der Schule in Masange wird täglich für ca. 600 Kinder gekocht und die EM - Effektiven Mikroorganismen - sind schon gar nicht mehr wegzudenken. Der Bokashi kommt in die frisch angelegten Terassen. Charles hatte jahrelange pilzartige Hautprobleme die nach einer Woche verschwunden waren. In der Klosterküche hinter dem Ofen vermehren sich die kleinen großen Helferlein prächtig.

Die Katholische Jugend der Diözese Linz - Aktion Teilen - und die Projektreise im Februar machten diesen Bau möglich. Welche Mädchengruppe wird als Erste in das Wohnheim einziehen? Momentan schlafen 120 Mädchen in 30 Stockbetten in zwei bereitgestellten Schulklassen. Wir schaffen Zukunft und Hoffnung für viele junge Mädchen in einer sehr abgelegenen Gegend. Großes Danke an alle die da mittragen!!

In Sansibar sind Verhandlungen mit der italienischen NGO Acra fehlgeschlagen. Die Frauengruppe Imarisha mit 2 jungen Männern sind selbst aktiv geworden mit Kompostplatz einzäunen, Bäume setzen und EM fermentieren. Das Interesse am Computer ist ungebrochen und die Kurse welcher einer der jungen Männer in der Stadt besuchte wurden an 7 Frauen der Gruppe weitergegeben. Diese Eigeninitiative für ich darauf zurück, dass die Zeit arbeitet und die drei Frauen die mit mir in Morogoro waren nun selbstbewusster geworden sind, die steigenden Lebensmittelpreise und die Arbeitslosigkeit unerträglich wird... Meine Kurzbesuche geben ihnen das Vertrauen dass sie auf mich und meine Freunde in Europa zählen können. Wir haben mit fermentierten Algen Marmeladenproben gemacht, auch das macht Hoffnung und sie haben daraufhin die Gärten vergrößert. Die Algen haben noch ein ziemlich großes Potential an Entwicklungs und VermarktungsmöglichkeitenDas Geld für den Pickup liegt zur Zeit auf der Bank in Sansibar, weil wir noch eine Garage brauchen und ein Office mit Raum für einen Wächter.

Aus Masasi weiß ich, dass alle 860 Cashewbauern glücklich sind mit den vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten von EM. Schon 2x waren Abgeordnete der Dörfer in Morogoro bei Alex und Janet um zu lernen.

 

Unsere Projekte liebe FreundInnen entwickeln sich kontinuierlich trotz mancher Rückschläge. Vielen Dank im Namen aller!!